In Deutschland hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß wir längst zum Einwanderungsland geworden sind und dies Probleme mit sich bringt, die von Bedeutung für die gesamte Gesellschaft sind. Zwar ist die Integration in die aufnehmende Gesellschaft zunächst eine Aufgabe, die die Einwanderer selbst lösen müssen. Fakt ist jedoch auch, daß dies nicht durchgehend gelingt, und Gettoisierung und die Bildung von Parallelgesellschaften die Folgen sind. Bei aller Sympathie und Dankbarkeit für unsere nach dem Krieg erreichte kulturelle Vielfalt darf die Einwanderung jedoch nicht zum Nährboden für soziale Probleme mit gesamtgesellschaftlicher Belastung werden. Im Gegenteil: Das brach liegende Humankapital kann befruchtend auf die gesamte Gesellschaft wirken, wenn es denn nur die Chance dazu bekommt. Dieser Erkenntnis folgte auch der LC Donaueschingen und griff die Anregung des seinerzeitigen VDG Gerhard Leon (SW 111) auf, Konzepte zur Förderung der Integration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund zu entwickeln.

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Das war leichter gesagt als getan, fehlte im Club doch zunächst einmal eine Vorstellung von dem, was Integrationsprobleme überhaupt sind, wo und wie sie sich bemerkbar machen. Im ersten Schritt machte sich der Vorstand des LC Donaueschingen daher mittels eines Runden Tisches regionaler Fachleute aus Kirchen, Schulen, Kindergärten, Polizei, Jugend- und Sozialarbeit und einem Vertreter einer türkischen Gemeinde kundig. Mit von der Partie war auch Professor Sueleyman Goegercin, Sozialwissenschaftler an der nahen Studienakademie Villingen-Schwenningen, der sich nicht nur von Berufswegen mit Migrationsfragen beschäftigt und Projekte an mehreren Orten betreut, sondern auch mit seiner eigenen Biographie ein Beispiel gelungener Integration darstellt. Dieser Runde Tisch war schon ein Wert an sich, bekundeten doch die Teilnehmer, daß bis dato noch niemand die Initiative zu einem Erfahrungsaustausch ergriffen hatte.

Aber wie konnten wir aus den vielen Informationen etwas heraus destillieren, das als Projekt von unseren Club "gestemmt" werden konnte? Denn an Wünschen war kein Mangel. Und nachhaltig sollte eine solche Initiative auch sein, kein Strohfeuer einer einmaligen Zuwendung. Sollten wir eine Ansprechstelle für Mütter von Migrationskindern fördern, den Müttern oder ihren halbwüchsigen Kindern Sprachkurse finanzieren, sollten wir selbst Kontakte zu Migrationsfamilien suchen, vielleicht das Gespräch mit Immigrantenvereinen suchen, gemeinsame Feste veranstalten oder den Kindern Hausaufgabenhilfe anbieten? Hieraus etwas für uns Tragbares zu entwickeln, schien uns zu überfordern. Hätten wir nicht klar verstanden, daß Handlungsbedarf besteht und uns unseres Lions-Verständnisses besonnen, der auch einmal längeren Atem erfordern darf, so hätten wir mehr als einmal das Integrationthema von uns schieben und als staatliche Aufgabe abtun können.

Wir erkannten jedoch auch, daß Integration nicht nur eine Frage danach ist, wer etwas bezahlt, sondern auch, ob die gesamte Gesellschaft dahinter steht. Mit anderen Worten: Indem sich der LC in der Mitte der Gesellschaft stehend zu dieser Aufgabe öffentlich bekennt, geht er mit gutem Beispiel voran. Hierüber Konsens im Club zu finden diente auch ein Workshop mit ausgewählten Fachleuten, darunter Prof. Goegercin, der Freiburger Volkskundler Professor Mezger und VDG Leon mit seiner langen Erfahrung im Polizeidienst. Die hohe Präsenz aus dem Club, dazu Gäste benachbarter Clubs, bewies, daß die Initiative Interesse anzog. Gleichzeitig ernannte der Vorstand einen Integrationsbeauftragten, um dem Thema über die Dauer eines Amtsjahres hinaus kontinuierliche Betreuung zukommen zu lassen und es so auch auf längere Zeit bei den Activities zu verankern. Der Workshop lieferte außerdem das Stichwort für ein dem Club mögliches Engagement: Frühkindliche Spracherziehung. In dem man den Kleinsten deutschen Sprachunterricht gewährt, gibt man ihnen von vorne herein die Chance, in der Schule normal mitzukommen, ja vielleicht besonders gute Noten zu erzielen. Denn aus Familien, die ihre Kinder konsequent zweisprachig erziehen, weiß man, daß diese durch die entsprechend entwickelten Gehirnzentren zu überdurchschnittlichen Leistungen neigen. Außerdem wurde erkannt, daß außer Migrationskindern auch solche ohne Migrationshintergrund, also einheimische, zunehmend Probleme infolge von Kommunikationsdefiziten bereiten. Durch den Einsatz von Spracherzieherinnen in Kindergärten würde man also auch diesen Kindern etwas Gutes angedeihen lassen können. Der Bedarf hierfür ist bei allen Kindergärten vorhanden, und so nahm die Stadt Donaueschingen dankbar unser Angebot an, das eigene Programm, das nicht alle Kindergärten ausreichend berücksichtigen kann, zu ergänzen. Der LC Donaueschingen verpflichtete sich in zwei Kindergärten die Finanzierung der frühkindlichen Spracherziehung zu übernehmen und zwar auf zunächst drei Jahre mit einer Option zur Verlängerung auf fünf Jahre. Die Unterstützung profitiert dabei von der wissenschaftlichen Begleitung durch Professor Goegercin. Außerdem ist vereinbart zusammen mit der Stadt Donaueschingen die Initiative in die regionale Öffentlichkeit zu tragen. Der LC Donaueschingen stellt pro Jahr 4.500 € für die frühkindliche Spracherziehung zur Verfügung. Dies ist damit die größte Einzelfördermaßnahme des Clubs, der im Jahr durchschnittlich 16.000 € für karitative Zwecke zusammentragen kann.
Ralf-Roland Schmidt-Cotta
Integrationsbeauftragter des LC Donaueschingen
P 2005/2006

"Wir treten ein für soziale und kulturelle Entwicklungen in der Gesellschaft"
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